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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

„Wie Himmelskräfte auf und nieder steischen / Und sich die goldenen Eimer reischen ...“ (Goedhe)
„Das Schmatzen meines Fußes in meinem nassen Stiefel klingt schöner als schicke Orgelmusik.“ (Dick Higgins)
"Reichtum ist Genügsamkeit, Armut ist natürlich künstlicher Luxus." (Krasotes)

Neue Textbeiträge

Beiträge Lyrik

David Telgin: Unglück

Unfallverunfallt Der FallDie Akte Ungelöst Zu den Aktengelegt.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Sturz

Der kleine Finger Ganz blau,verbogen Nach dem Sturzauf dem kalten Asphalt Für Sekundennicht mehr da Ein Rissin mir Dann benommenund taumelnd Das Gesichtschmerzverzerrt Der kleine Fingerganz blau.
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Beiträge Essay Prosa Sachtext

Christian Knieps: Der Letzte, der entkam

Es begann nicht mit einem Trick, auch nicht mit einer Kiste, und vor allem nicht mit einem Schloss, das nachgab – es begann mit einem Zittern, das keiner sah, mit einem Blick in den Spiegel, der nicht zurückschaute, und mit dem dumpfen Gefühl, dass das, was alle Welt bewunderte, vielleicht nur die Hülle war für etwas, das sich langsam zersetzte, Tag für Tag, in der Stille nach dem Applaus.Er war der Mann, der sich aus allem befreite – und keiner fragte, was ihn dazu brachte, sich überhaupt fesseln zu lassen. Harry Houdini, geboren als Erik Weisz, wanderte nicht nur aus...
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Beiträge Lyrik Uncategorized

Bastian Kienitz: Schwere Steine

auf den schwerenFeldern der Stadtluftsinkst du hartwie ein Steinin den Bodenum zwischen demGehweg und Kantenzu winkeln || Licht
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Beiträge Lyrik Uncategorized

Bastian Kienitz: Der alte Mann und das Meer

Er fuhr hinaus, seit Wochen ohne Glückund wie ein altes Lied bewegte sich das Meermal stumm, dann wieder stürmisch und zurückauf Festland bleibt sein Boot bescheiden, leer.Von nichts lebt es sich wahrlich nicht zu Mundund dieses Unglück kommt auch nicht von ungefährso sagt man sich und gibt so allem einen Grund.bis er den größten Fisch an seiner Angel hatund dieser Fisch ist Wurzelwerk, die See undbis zu seinem Ende - er und eines Endes statt…
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Beiträge Kommentar

Andreas Prucker: Killerunterhosen

Im Wald vertsecke ich dann meine Eier, so das Sie niemand finden kann. Wer bin ich und Warum?Der letzte Satz mit der Killerunterhose sollte statt mit Unglücksverlauf, selbst verschuldetes Leben heißen,doch falsch in die Irre geführt passt besser zur Realität.Und keine Angst die Killerunterhosen kommen nicht nochmal vor.
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Beiträge Lyrik

Alexander Rachmann: Seines Unglückes Schmied

Das Wiedersehen, das aufwühlt. Der erste Kuss, der enttäuscht. Der Heiratsantrag nach einem Streit. Die Versöhnung ohne Veränderung. Das Ankommen, ins unaufgeräumte Wohnzimmer. Der große Traum, den man hat. Die stille Natur, in der niemand ist. Die Karriere, die Freunde kostete. Der Ausbruch aus allen Zwängen, der im anderen Zwang endet.
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Beiträge Lyrik

Andreas Dietz: Glück und Unglück im April

Der Goethe reimte einst im Märzbeim Weine abends diesen Scherz: "Den ersten April musst überstehn,Dann kann dir manches Guts geschehn." Das mag so sein, doch gilt es nicht,falls Unglück tritt ans Tageslicht. Und auch bei Gutem hüte dich!Das Schicksal wütet fürchterlich. Auf jedes Gute folgt das Bös'und umgekehrt. So generös das Schicksal einen Ausgleich will.Das gilt besonders im April.
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Beiträge Glosse Prosa

Janika Wehmann: Unglück

Warum heißt Unglück „kein Glück“, Unschlitt aber nicht „kein Schlitt“, sondern Talg/Tierfett? Könnte man das Bedeutungsprinzip nicht tauschen? Ich benenne dich, Unschlitt, um in „nicht vegan“ und dafür gibst du mir mein Glück zurück? Nein, ein unzumutbares Angebot? Na gut. Das Unglück kann man auch anders umschreiben: Strafe, Pech, Chaos. Das klingt leider immer noch leidvoll, negativ und unglücklich. Wie wäre es hiermit: das Unglück im Sinne von besonderen Umständen, Kraft der Natur, Leben im Moment. Dann ist ein Unglück, wenn es lebensweltbezogenen Unterricht auf der Straße gibt (weil das Klassenzimmer wegen eines Wasserschadens nicht betreten werden darf). Dann sind...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Viel zu früh

Bauarbeitenauf der Straße Unbefestigte Stelle Dort fiel erin ein Loch Er wurde erstStunden später gefunden Und starbim Krankenhaus Der Dichterund sein plötzlicher Tod Er gingviel zu früh:"Ich höre Istanbul mit geschlossenen Augen..."(Orhan Veli Kanık)
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Lyrik Mundart

Silke Gruber: Lei Da

(Today’s Question: Was ist Dialektliteratur?) Die Angerer Theresaund die Pfurtscheller Mariaund die Oberamtsbacher Roswitha,de schreibn üba die schian Bliamalen vorn Hausund üban hartn Winta in die Berg undüban heilign Herrgott undüba ia oanzige Liab undTirol isch lei oans, so schreibn siein oana kindlichn Freid, dass da sHerz grad soaugian kannt. Die Angerer Mariaund die Pfurtscheller Theresaund die Oberamtsbacher Roswitha,de dadenkns ebn leida nit viel weiter außials wia beim Kuchlfenschta,wenns übahaup oans ham. Die Angerer Roswithain deim Kopfdie Pfurtscheller Mariain deim Kopfdie Oberamtsbacher Theresain deim Kopf: so schreibn sieso sein sieleida
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Beiträge Mundart Poetry Slam

Silke Gruber: Isch Eh Lei

Isch eh lei Es meischteisch eh lei a Schmeeisch eh lei a Lug,sein jå eh ålls lei Schmeetantlaeh ålls lei Lugntschippl. Es oaneisch a Gschroaunds åndre a Gsums.Unds meischtesowieso a Glump,unds åndre a Graffl,isch eh lei a Graffl! Isch eh lei a Glump!Isch eh lei a Graffl und a seltenes Glump.Und isch eh −ålls lei a Schmee … Wås håschn då im Aug?Ah isch eh lei a Greggn.Wås håschn då am Schuach?Ah isch eh lei a Klachl.Wås schwimmpn då in da Suppn?Ah isch eh lei a Hoa.Wås håschn då im Kopf?Ah isch eh lei Stroa. isch eh lei a Grafflisch...
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Beiträge Kommentar

Andreas Prucker: Dialekt

Dialekt ist eine Bewusstseinseinschränkende Sprache und fürht zu ausbleibenden Chancenverwertung und so zum nicht verwirklichen können vieler Möglichkeitsformen.
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Beiträge Prosa

Katrin Rauch: Goessnschdiich

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Beiträge Lyrik Mundart

FD: Dialeggd

Ein Unsinnsgedicht Damid ham'mer ned gereschneddass de Dialeggt sisch so halde wüdde Da hör'n mer dem Kind zuwie's brabbelt und babbeltden Ludscher im Mundden Ball um de Disch rum dotzddie babbische Händeam Dischduch abwischdmit große Auge zum Vadder gucktden Mund aufsperrt und sprischd: Dem Paul sei Babba had sisch au ned so uffgereschtDes mit dem Schreibe is hald gar ned so leischdDie Wödder klinge so und schreibe sisch ganz annersWie soll des denn einer verstehe? Des mit dem Dialeggt, des rafft doch wigglisch keinerAba spädestens wenn des Kind ald genuch isvon de Schul zur Uni zu gehedann is de Dialeggt...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Su schwädzemer

(So sprechen wir) Oma,die sprach es Und die Mutterverstand es Doch ich kennenur noch wenige Wörter Dialekt,der verschwindet. Su schwädzemerauf Hochdeutsch.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Sprachgrenze

"Ich chume us Dütschland"sagte erauf Schwiizerdütsch Nach Jahrenin der Schweiz Er sprachfast fließend Dialekt Doch er bliebein Fremder.
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Mund-Art

In Berlinkaufte ichein paar Schrippen In der Pfalzen Weck Und in Kölne paar Brötcher Die schmeckten Ich aß siealle weg Die Dialekteknusperten Noch langeim Ohr.
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Beiträge Sachtext

Christian Knieps: Die Grumbeere

Wenn man in der Eifel aufwächst oder auch nur lange genug dort verweilt, um nicht mehr nur Besucher, sondern Teil einer kratzigen, widerständigen Sprachlandschaft zu werden, dann bemerkt man irgendwann, oft erst beiläufig und dann mit wachsender Zuneigung, dass die Kartoffel dort nicht einfach Kartoffel heißt, sondern Grumbeere, ein Wort, das wie ein Fundstück aus einer älteren Erdschicht der Sprache wirkt, rau, rund, ein wenig verschroben, und doch so selbstverständlich im Mund derer liegt, die es benutzen, als habe es nie etwas anderes gegeben, als sei es immer schon genau dieses Wort gewesen, das zwischen Acker und Küche, zwischen Keller...
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Beiträge Lyrik

David Telgin: Luxus I

Der Luxussteigt Die Wertesinken Die Ungerechtigkeitschreit Die Weltist am stinken.
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